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Die Quanten.de-Literaturliste: Quantenphilosophie
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Dr. rer. nat. Birgit Bomfleur
Dr. rer. nat. Günter Sturm
info@ Quanten.de
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Mark P. Silverman: A Universe of Atoms, An Atom in the Universe      
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"Das Buch von Silverman ist eigentlich kein Physikbuch, es ist vielmehr ein Buch über Physik, genauer gesagt,
über die Faszination der Physik. Altbekannte Probleme werden in einem neuen Licht präsentiert, so dass man schon einmal Verstandenes
unweigerlich in Frage stellt. Und physikalische Mysterien werden so erklärt, dass langjährig vorherschende Zweifel und Unverständnis
plötzlich verschwinden.
Silverman's wissenschaftliche Laufbahn führte ihn von der Medizin über die Biochemie zur organischen Chemie.
Aber auch hier war er enttäuscht von den fehlenden physikalischen Prinzipien (etwas, das ich selbst gut verstehen kann...)
und daher beschäftigte er sich als nächstes mit physikalischer Chemie. Wie er selbst anmerkt, gefiel ihm die physikalische Chemie
eine zeitlang sehr gut, bis er aber das Thema fand, das ihn am meisten interessierte: Physik.
Diese wissenschaftliche Odysee merkt man dem Buch an. Hier schreibt jemand, der sein Fach liebt und andere dafür begeistern will. Die Aufbereitung
der Themen ist nicht populärwissenschaftlich, aber von der verwendeten Mathematik her so, dass jeder, der schon einmal im Haupt- oder Nebenfach eine Physikvorlesung gehört hat, gut folgen kann und fasziniert lauschen wird.
Die Themen reichen dabei von der Physik von Apparaten, die man in jeder Küche findet, bis hin zu quantenphysikalischen und kosmologischen Problemen." (G. Sturm)
Springer Verlag New York, Inc. (2002),
ISBN: 0387954376
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David Deutsch: Die Physik der Welterkenntnis    
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"Die 'Physik der Welterkenntnis' ist ein bemerkenswerter Titel, der viele Erwartungen
weckt. Das populärwissenschaftliche - aber nicht einfache - Buch beschäftigt sich
bei weitem nicht nur mit der Quantentheorie, sondern auch mit der Relativitätstheorie, der Evolutionstheorie, der Erkenntnistheorie und der
Theorie der Berechnung. Ziel des Autors ist es, die 'Wirklichkeit der Welt in einem umfassenden Sinn darzustellen'.
Kann dies gelingen? Kann ein einzelner Wissenschaftler über fundierte Kenntnisse in so vielen Bereichen verfügen?
Ich wage nicht, dies zu beurteilen.
Als Leser dieses Buches sollte man sich schon vorher mit der Materie vertraut gemacht haben.
Dies ist keine Einstiegslektüre. Ein Beispiel: Zur Interpretation der Beugung am Mehrfachspalt greift Deutsch auf die
'Parallele Welten'-Hypothese zurück. Er erwähnt zwar, dass diese Theorie nur von einer Minderheit der Physiker vertreten
wird, bietet aber keine anderen Erklärungen an. Bei der Vielfalt der Themen wäre das in einem einzigen Buch wohl auch gar nicht
zu machen.
Zusammenfassend: Das Buch von David Deutsch liefert faszinierende Denkanstöße, wenn man sich schon - sei es populärwissenschaftlich
oder auf Hochschulniveau - vorher mit dem Thema beschäftigt hat. Als Einstiegslektüre ist es nicht zu empfehlen,
als Buch für Fortgeschrittene aber auf jeden Fall." (G. Sturm)
DTV (2000),
ISBN: 3423330511
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Tipps von Besuchern von Quanten.de (herzlichen Dank hierfür):
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Herwig Huener empfiehlt:
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Julian Barbour: "The End of Time"
"Nach einem anfänglichen UnwohlSein bei der Lektüre dieses Buches,
das daran lag, daß die bekannten physikalischen Konzepte nicht leicht
in die Barbour'sche Darstellung und DenkWeise abgebildet werden
konnten, gewöhnte ich mich an den Stil, und inzwischen kann ich das
Buch vorbehaltlos empfehlen. Barbour weiß, wovon er spricht.
Es gibt keine neue Physik, sondern nur eine Re-Interpretation von
bekanntem. Die VielWeltenInterpretation der QuantenMechanik wird
durch die "Many-Instants-Interpretation" ersetzt. Alles, was in der
MWI bekannt ist oder vermöge ihr diskutiert werden kann (siehe auch
die anderen Threads), findet einen neuen BlickWinkel. Darüber hinaus
aber verschwinden einige Probleme.
So hat man in der MWI das Problem, daß die Aufspaltung in viele
Realitäten nicht nur in die Zukunft hinein, sondern auch in die
Vergangenheit hinein stattfindet (schließlich ist die
quantenmechanische Evolution zeitsymmetrisch) - andererseits
erinnern wir uns ja nur an eine Vergangenheit. In der "Many-Instants-
Interpretation" gibt es jedoch keine Zeit, da das gesamte Universum
als eine auf dem gesamten KonfigurationsRaum definierte
WellenFunktion begriffen wird - eine zeitliche ReihenFolge taucht da
nirgends auf. Man kann allerdings (und muß) beantworten, woher
die "records" kommen (Spuren, Erinnerungen, Fossilien,
DatenAufzeichnungen, ...) - diese sind es, die uns die Illusion des
Ablaufes von Zeit geben.
Bezüglich der im anderen Thread (Anm. d. Red.: siehe forum.quanten.de) aufgeworfenen Frage der Kontinuität
des Ichs (etwa über den "Tod" hinaus) bringt es zunächst nicht viel
neues - dazu muß der Mechanismus der Entstehung der "records"
genauer angesehen werden. Vorher traue ich mir nicht, etwas dazu zu
sagen.
Allerdings sollte das Buch auf jeden Fall in die Liste der lesenswerten
Bücher eingetragen werden."
Oxford University Press (2001),
ISBN: 0195145925
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Bernd Saering empfiehlt:
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J. M. Jauch: Are Quanta Real? : A Galilean Dialogue
"Der bekannte Lehrbuchautor J.M.Jauch präsentiert in diesem dünnen Band die
Grundbegriffe der Quantenmechanik in der literarischen Form des Dialoges.
Die Gesprächsteilnehmer (identisch mit denen von Galileo Galileis "Dialogen
betreffs zweier neuer Wissenschaften") diskutieren auf intelligente und
fesselnde Art über Versuche mit gekreuzten Polarisatoren und Doppelspalten,
über Messprozess, Wahrscheinlichkeitsinterpretation und Unschärferelation.
An einigen wenigen Stellen wird von mathematischen Ausdrücken gebraucht
gemacht, die man jedoch ohne Schaden für das Verständnis des Textes
übergehen kann."
Indiana Univ Pr (Reprint 1990), ISBN: 0253308623
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